Technik

Wie in vielen anderen freien Funknetzen kommt auch bei Freifunk ein so genanntes „Mesh“-Verfahren zum Einsatz. In einem Mesh-Netzwerk verbinden sich die beteiligten Router über eine spezielle Software miteinander. Wenn Router ausfallen, berechnet diese Software automatisch, über welche anderen Router die Datenpakete das Ziel erreichen. Im Fall von Freifunk ist dies eine Freifunk-Firmware, die in der Regel auf OpenWrt und weiterer freier Software basiert. Es gibt viele unterschiedliche Implementierungen der Firmware, die mit unterschiedlicher Hardware und Protokollen (z. B. OLSR und B.A.T.M.A.N. advanced) laufen. Die Auswahl der Software wird von der lokalen Community getätigt.

Oftmals werden die Daten zur Vermeidung rechtlicher Schwierigkeiten über einen VPN-Tunnel umgeleitet. Die Umleitung erfolgt entweder über Server im Ausland, in der es keine Gesetze analog zur Störerhaftung in Deutschland gibt, oder durch Server eines Freifunk-Vereins in Deutschland, der das Providerprivileg besitzt und daher nicht im Sinne der Störerhaftung haftbar gemacht werden kann.

Wenn direkte Funkverbindungen nicht möglich sind, werden die Lücken oftmals durch Verbindungen über das herkömmliche Internet geschlossen. Die meisten Communitys innerhalb Deutschlands sind so zum Beispiel über das so genannte Inter-City-VPN miteinander verknüpft, bei dem Daten über verschlüsselte Verbindungen laufen, sodass trotz Übertragung über das Internet kein Dritter außerhalb des Freifunknetzes die Inhalte einsehen oder manipulieren kann.03-freiffunk-router-mit-gaesten2