Organisation

Die Freifunk-Gemeinschaft ist dezentral organisiert. Jede Privatperson, die einen Freifunk-Router aufstellt, darf und soll über die technische Ausgestaltung frei verfügen.Geographisch nah aneinander liegende Betreiber schließen sich oftmals zu Benutzergruppen, lokalen Communitys zusammen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass der Freifunk überwiegend auf WLAN-Technik beruht und der einzelne Router nur eine beschränkte Reichweite hat. Die Community dient der zur Vernetzung notwendigen Koordination zwischen den einzelnen Betreibern, z. B. die Einigung auf miteinander kompatibler Software. Die einzelnen Communitys bieten daher oft auch Infrastruktur und Werkzeuge wie z.B. eine auf die Stadt oder den Stadtteil zugeschnittene Router-Firmware, Richtfunkstrecken zur Überbückung größerer Entfernungen (über einen Fluss oder wenig bewohnte Gebiete), ggf. notwendige zentrale Server an, oder helfen Interessenten bei der Einrichtung.

Im Juli 2015 waren im deutschsprachigen Raum über 190 solcher Communitys bekannt, die teilweise als Verein organisiert sind und damit ihren Mitgliedern eine gewisse Rechtssicherheit bieten.

Die einzelnen Communitys assoziieren sich dann oftmals mit Dachvereinen wie zum Beispiel dem Förderverein Freie Netze e. V. oder dem Freifunk Rheinland e. V. Diese Vereine verwalten Teile der Infrastruktur, die Kosten und höheren Organisationsaufwand verursachen, deren Nutzung aber auch optional ist. So verwaltet z. B. der Förderverein Freie Netze e. V. das Web-Portal freifunk.net und bietet für Communitys diverse Dienste wie gehostete Blogs an. Der Freifunk Rheinland e. V. hat sich als nicht-kommerzieller Internet-Provider organisiert und bietet Communitys seine Backbone-Infrastruktur an, um auch die rechtliche Verantwortung zu übernehmen (vor allem in Bezug auf die Störerhaftung).